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Archiv für November 2008

PostHeaderIcon Kosten der Ausbildung

Die ist eine dafür, später ein Einkommen zu erzielen, wovon man leben kann. Sicher wird seit einiger Zeit über Lohndumping und Niedriglöhne diskutiert, die auch gut ausgebildete Arbeitnehmer treffen. Doch in den meisten Fällen sind von ausbeuterischen Niedriglöhnen angelernte Kräfte ohne betroffen. Und eben jene sind es meist auch, über die in den Medien berichtet wird, wenn es um Mietnomaden, Vermüllung von Wohnungen oder schlimmerem geht. Daher meine ich: ist sooo wichtig!!! Und im Prinzip ist es für den Betrieb nicht außergewöhnlich teuer, einen Lehrling zu beschäftigen. Bis zu 17.000 Euro im Jahr sind pro Azubi für die aufzuwenden. Den Hauptanteil hiervon bildet die Ausbildungsvergütung. Zusätzliche Aufwendungen wie Gehälter für Mitarbeiter die nicht produzieren weil sie sich um die Azubis kümmern und andere Kosten fallen nicht ganz so stark ins Gewicht. Wenn man jedoch gegenrechnet, dass ein Azubi im Prinzip viele Aufgaben übernimmt wie ein voll ausgebildeter Mitarbeiter, sind die Ausbildungskosten sehr viel niedriger als die Kosten für Fachkräfte. Denn Fachkräfte bekommen sehr viel höhere Gehälter, die ins Gewicht fallen. Und auch die Arbeitgeberanteile zu den Sozialversicherungsbeiträgen sind entsprechend höher. So dürfte man in den meisten Fällen für ausgebildete Fachkräfte allein für das Gehalt mit mindestens 18.000 Euro rechnen, wobei die Arbeitgeberanteile zur SV noch hinzugerechnet werden müssen. Da ist es schon betriebswirtschaftlich zu überdenken, ob anstelle eines Facharbeiters ein Lehrling eingestellt wird. Besonderes Augenmerk sollte aber dennoch darauf gelegt werden, dass die Belegschaft des Betriebes nicht mit Lehrlingen „überschwemmt“ wird. Denn es muss auch ausreichend Zeit erübrigt werden können, dass Mitarbeiter mit Ausbilderberechtigung sich um die Azubis kümmern können. Anderenfalls würde sich der Betrieb ein Eigentor schießen und höhere Kosten haben als nötig. Das wäre dann unproduktiv und würde die Umsätze negativ beeinflussen. Das macht sich dann in der Kasse des Betriebes ebenso bemerkbar wie in der privaten Haushaltskasse eines jeden Mitarbeiters. Und mit geringeren Einkünften können die Arbeitnehmer eben auch nicht in gewünschtem Ausmaß Konsumieren. Da macht es dann schon Sinn, betrieblich vorausschauend zu denken und auszubilden. Denn ausgebildete Mitarbeiter erzielen höhere Einkünfte und können somit mehr konsumieren. Da muss sich dann keiner über Umsatzrückgänge beschweren. Wichtig ist aber auch, dass die Einkommen wieder gerechter verteilt werden. Denn die Schere zwischen „Arm und Reich“ klafft ja schließlich auch immer weiter auseinander. Und die wenigen Besserverdiener können nicht allein dafür sorgen, dass in Handel, Gastronomie und Hotelgewerbe die Kasse klingelt. Schon deswegen nicht, weil diese Kunden einen gewissen Standard bevorzugen und Betriebe mit niedrigerem Standard eben nicht am Umsatz teilhaben können.

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PostHeaderIcon rauchfreier Arbeitsplatz

Gerade hat sich die bayerische Landesregierung darauf geeinigt, das bundesweit schärfste Rauchverbot zu lockern. Da hat man in EU-Kreisen die glorreiche Idee, europaweit ausnahmslos alle Arbeitsplätze rauchfrei werden zu lassen. Wie aber sollen sich 27 EU-Mitglieder da einig werden, wenn es in Deutschland nicht einmal unter 16 Bundesländern möglich ist eine einheitliche Formulierung zu finden? Mal im Ernst: Die Idee ist ja grundsätzlich nicht schlecht. Zumal im Kollegenkreis ja auch Rücksicht aufeinander genommen werden kann. So wäre es doch eine prima Lösung, wenn im Betrieb ein Raucherraum oder auf dem Betriebsgelände eine Raucherecke eingerichtet wäre. Die Nichtraucher würden nicht durch Passivrauchen belastet. Und sowieso ist ein rauchfreier Arbeitsplatz viel angenehmer. Und in der Raucherecke kommen durchaus auch gute seitens der Arbeitnehmer zustande, die sich mittel- bis langfristig auch in der Kasse und in den Büchern des Betriebes positiv auswirken. Außerdem gibt es ja ohnehin viele Branchen, in deren Betrieben aus verschiedenen Gründen nicht geraucht werden darf. So zum Beispiel in Einzelhandelsgeschäften, in denen Lebensmittel zu Verkauf angeboten werden. Hier ist die Hygieneverordnung zu beachten. In der Chemischen Industrie ist rauchen verboten, weil sich Dämpfe entzünden und einen Brand verursachen können. Wegen Explosionsgefahr darf im Bergbau genauso wenig geraucht werden wie an der Tankstelle. Warum soll dann in anderen Branchen nicht das Rauchverhalten geändert werden? Aber dazu muss doch keine Vorschrift auf Gesetzesgrundlage her, finde ich. Schließlich wird in so vielen Bereichen die Eigenverantwortung der Bürger gefordert. Warum dann nicht auch zum Thema Rauchen am Arbeitsplatz? Es gibt für jeden Arbeitsplatz zahllose Vorschriften und Empfehlungen zum Arbeitsschutz. Und auch das Bundesverfassungsgericht hat schon Hinweis darauf gegeben, dass der Schutz vor Gesundheitsgefahren auch durch Passivrauchen ein enorm hohes Gemeinschaftsgut ist. Aber daraus gleich eine Gesetzesvorlage machen, könnte den Rahmen sprengen. Warum sollen nicht auch die Betriebe und ihre Mitarbeiter in die Verantwortung genommen werden und eigenverantwortlich Betriebsvereinbarungen zum Nichtraucherschutz treffen? Das kann zwar auf den ersten Blick eine finanzielle Belastung sein, weil die Produktivität durch Verhandlungen eingeschränkt oder gestoppt ist. Aber mittel- bis langfristig dürfte es die zu erwartenden Erträge steigern. Auch in der Gastronomie halte ich es für möglich, durch Betriebsvereinbarungen die Arbeitsplätze attraktiver zu machen – sogar wenn ein Rauchverbot ohne Gesetzesgrundlage ausgehandelt würde. Natürlich würden auch dann weniger Raucher unter den Gästen sein. Aber mit Aktivitäten und Angeboten kann man Kunden halten, neue Kunden gewinnen und den Umsatz steigern. Da macht es dann auch Sinn, das Lokal nicht nur thematisch sinnvoll einzurichten. Es wäre auch von Vorteil, in moderne Kassensysteme und zu investieren. Natürlich wäre für „die kleine Kneipe um die Ecke“ eine moderne aber einfache ausreichend. Aber in einem eines größeren Betriebes wäre es vielleicht sogar möglich statistisch zu erfassen, welcher Mitarbeiter es geschafft hat, mit dem Rauchen aufzuhören. Daraus kann man wunderbar eine Kollegen-Motivation konstruieren.

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